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Neu-Rechte Geschlechter- und Familienpolitik und die Krise der Reproduktion
Angstbilder vom Zerfall der Familie, von ‚Verschwulung‘, ‚Frühsexualisierung‘ und ‚Volkstod‘ sind zentral für rechte Protestmobilisierungen. Zugleich will die AfD mit einer rückwärtsgewandten, heterosexistisch-völkischen Familien- und ‚Bevölkerungspolitik‘ alle gesellschaftlichen Krisen und Problemlagen kurieren. Der Vortrag verortet neu-rechte Geschlechter und Familienpolitiken und deren breite gesellschaftliche Resonanzen in einer ungelösten Krise der Reproduktion. Zudem wird gefragt, wie einer prinzipiellen Neuordnung der Verteilung und Anerkennung reproduktiver Arbeit rechten Scheinlösungen den Nährboden entziehen könnte.
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Dr. Tino Heim
Soziologe
Heim arbeitet als Soziologe mit Fokus auf Kultur-, Geschlechter- und Konfliktsoziologie, der Kritik der politischen Ökonomie und der Ungleichheitsforschung. Er hat sich vielfältig mit Rassismus, Heterosexismus, Nationalismus und Autoritarismus im Kontext der Transformationen und Krisen kapitalistischer Vergesellschaftung beschäftigt. Derzeit arbeitet er an einer Habilitation über rechtspopulistische und neokonservative Geschlechter- und Familiendiskurse im Kontext einer verschärften Krise der Reproduktion im neoliberalen Kapitalismus.